ZEITZEUGE


IM KERN BEWAHRT

Als Zeitzeuge der örtlichen Baukultur Nesslaus, ist das "Wöschhüsli" durch eine Abfolge unterschiedlichster Nutzungen und baulicher Veränderungen gezeichnet. Trotz notwendiger Rückbaumassnahmen bleibt der Charakter des Wöschhüsli im Kern bewahrt: Das historische Tonnengewölbe verweist auf seine Ursprünge und bildet gleichzeitig den Auftakt für Neues. 

Die Eppenberger Stiftung für das Toggenburg hat das Wöschhüsli zu neuem Leben erweckt. Als jahrhundertealter Bestand aus dem 18. Jahrhundert, steht der Erhalt des historischen Gebäudekerns im Fokus und bleibt von umfangreichen Rückbaumassnahmen verschont. Das gedrungene, massive Tonnengewölbe verweist auf die Entstehungszeit des Wöschhüsli und bildet gleichzeitig den Auftakt für Neues.


EIN PLATZ FÜR NESSLAU

Alle neuen baulichen Massnahmen orientieren sich an der ursprünglichen Gebäudekontur. Südseitig entstehen eine Bäckerei und nordseitig eine Gewerbeeinheit in Holzbauweise. Um dieser Öffentlichkeit zu begegnen, erweitert und öffnet sich die Kubatur zur Strasse. Als Kontrast zum gedrungenen Gewölbe gliedert der Anbau einen überhöhten, offenen Raum an, der zwischen Strassenraum und Gebäudeinneren vermittelt. Gegenüber Kirche und Bahnhof schaffen neue Zugänge an den Längsfassaden qualitätvolle Aussenbereiche.


OFFENHEIT

Im Spannungsfeld zwischen Erhalten und Ergänzen verbindet die Architektur traditionelle Baukultur mit neuer Raumqualität. Durch seine Präsenz im Ortsbild und seine architektonische Offenheit entsteht ein neuer, gemeinschaftlicher Raum für Nesslau.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit. Bravo, herzliche Gratulation für den Preis "best architects 26".

Architektur: Studio Noun
Bauingenieur:
Bauphysik: Gerevini Ingenieurbüro AG

Foto: Zsigmond Toth