60 Jahre Gerevini


DER BILBAO-EFFEKT

Vor über 20 Jahren veränderte ein einziges Bauwerk die Geschichte einer Stadt – und prägte sie nachhaltig. Keine andere Stadt hat es geschafft, durch gezielte architektonische Aufwertung eine so beeindruckende Wendung zu nehmen wie Bilbao im Jahr 1997 mit der Eröffnung des Guggenheim-Museums. Zahlreiche Städte versuchten seither, die Faszination des „Bilbao-Effekts“ zu reproduzieren – doch das Original bleibt ein einzigartiges Beispiel für eine gelungene städtebauliche Transformation. Doch nicht nur aus städtebaulicher Sicht lohnt sich eine Reise nach Bilbao – auch als Reiseziel begeistert die Stadt auf ganzer Linie.

So durfte das gesamte Team der Gerevini Ingenieurbüro AG vom 11. bis 15. September 2018 die Magie des Bilbao-Effekts hautnah erleben und gemeinsam entdecken.


WEITBLICK

Um einen ersten Eindruck von der größten Stadt des Baskenlandes zu gewinnen, starten wir unseren Rundgang in der Altstadt. Auf dem Weg dorthin passieren wir das Fußballstadion San Mamés Barria, Heimat des Traditionsvereins Athletic Bilbao. Unser nächster Halt ist die historische Markthalle „Mercado de la Ribera“, die sich langgestreckt wie ein riesiges Schiff am Ufer des Nervión entlangzieht. Das mehrgeschossige Gebäude wurde 1929 errichtet und 2009 originalgetreu renoviert. Mit rund 10.000 m² überdachter Fläche gilt sie als die größte Markthalle Europas. Flussabwärts folgen wir dem Ría del Nervión bis zum weltberühmten Guggenheim-Museum – ein architektonisches Meisterwerk mit beeindruckender moderner Kunst im Inneren. Nach einem kurzen Spaziergang über die elegante Zubizuri-Fußgängerbrücke, entworfen vom Stararchitekten Santiago Calatrava, erreichen wir die Talstation der Standseilbahn. Die kurze Fahrt bringt uns hinauf auf den Stadtberg von Bilbao, wo wir von der Aussichtsplattform aus das Panorama der Stadt genießen: ein stimmiges Bild aus roten Dächern, vereinzelten Hochhäusern und einer insgesamt sehr homogenen Stadtlandschaft.


SCHICHT FÜR SCHICHT

Rund um Bilbao gibt es so viel zu entdecken, dass es fast schade wäre, sich bei einer Städtereise ausschließlich auf die Stadt zu beschränken. Wir ergänzen unseren Aufenthalt daher mit zwei spannenden Tagesausflügen – unkonventionell, abwechslungsreich und wunderschön.

Der erste Ausflug führt uns nach Zumaia an der baskischen Küste. Die Region ist weltberühmt für ihre beeindruckenden Flysch-Formationen – geologische Schichten aus Kalkstein, Mergel, Ton und Sandstein, die sich über einen Zeitraum von rund 100 Millionen Jahren abgelagert haben. Ein faszinierendes Naturphänomen und ein echtes Highlight für Geologie-Interessierte.

Am zweiten Tag geht es in die bekannte Weinregion Rioja, wo wir zwei ganz unterschiedliche Bodegas besichtigen. Beide überzeugen nicht nur mit ihren Weinen, sondern auch mit der eindrucksvollen Inszenierung ihrer Weingüter. Während das Traditionshaus Bodegas Muga für klassischen Rioja steht, beeindruckt Bodegas YSIOS mit avantgardistischer Architektur inmitten der spektakulären Landschaft – ein spannender Kontrast und ein Genuss für alle Sinne.

Es waren unvergessliche Tage voller gemeinsamer Entdeckungen, kulinarischer Höhepunkte und inspirierender Eindrücke – eine Reise, an die wir gerne zurückdenken. Vielen Dank!